Reisebericht Donauradweg

Donau im Dreivierteltakt
mit Rad & Schiff
Passau – Wien – Passau

Passau

Passau

Unsere Reise haben wir ganz entspannt mit der Bahn begonnen.
Die Anfahrt auf dem Schienenweg verlief ohne Probleme. Am frühen Nachmittag konnten wir in unserem „schwimmenden Hotel“ der MS Normandie einchecken. Wir waren zum 1.Mal mit einem Flußkreuzfahrtschiff unterwegs.  Das ist etwas ganz Spezielles, nicht zu vergleichen mit den großen Hochsee-Kreuzfahrtschiffen.
Technische Daten: Länge 91,20 m, Breite 10,50 m, Tiefgang 1,60 m; Kapazität 98 Passagiere.
Dafür sehr gemütlich und familiär. Die tscheschische Crew hat uns herzlich empfangen und in dieser Woche sehr gut betreut, sodaß wir diese Reise in vollen Zügen genießen konnten.

Tourenverlauf
1. Tag: Samstag, Einschiffung in Passau, Hafen Altstadt, danach Bummel durch die Altstadt von Passau bei sehr angenehmen Temperaturen;

Linz/Donau

Linz

2. Tag: Sonntag, Passau – Donauschlinge – Linz – Obermühl
Radtour ca. 52 km auf den geliehenen 7-Gang-28-Zoll-Unisex-Tourenräder. Für mich als Radprofi ein unvergeßliches Fahrraderlebnis. Aber für den Donau-Radweg durchaus ausreichend. Für meine Zusatz- Ausflüge in die Berge der Wachau aber ein Gräuel. Ab 15:30 Uhr ging es mit dem Schiff weiter bis Linz. Hier konnten wir die schöne Altstadt von Linz besichtigen. Gegen 22:00 Uhr ging es dann nach Mauthausen.

3.Tag: Montag, Mauthausen – Grein, Radtour ca. 47 km; Die leichte Fahrradroute führt direkt an der Donau entlang. Die Strecke ist vorbildlich ausgeschildert. Ich habe die sportliche Variante über die Burg Clam im traumhaft schönen Hinterland des Strudengaus gewählt. Bei 30° Hitze und steilen Rampen mit dem Unisex kein wirkliches Vergnügen. Auf der Burg liefen gerade die Vorbereitungen für das Open-Air-Konzert mit James Blunt.

4.Tag: Dienstag, Grein -Melk , Radtour ca. 51 km
Unsere Radtour beginnt in der faszinierenden Landschaft des wilden Strudengaus. Es war sehr heiß und schwül.

Benediktinerstift Melk

Schwärme von Bremsen waren unsere Wegbegleiter und trieben uns zu schnellerem Fahren an. In Melk wartete schon unser Schiff. Nach einem kurzen Fußmarsch besichtigten wir die Altstadt und das herrliche Benediktiner Stift . Um 18:00 Uhr legte unsere Normandie wieder ab. Es folgte die schönste Strecke unserer Reise durch die Wachau. Wir genossen die Landschaft beim Abendessen und einem Gl. Veltiner. Gegen 22:00 Uhr erreichten wir die Anlegestelle in Tulln.

5. Tag: Mittwoch, Tulln – Wien, Radtour ca. 35 km;
Unmittelbar vor den Toren Wiens liegt das Stift Klosterneuburg. Die Kuppel des 900 Jahre alten barockken Prachtbaus ist schon von weitem sichtbar, der Verduner Altar zählt zu den Höhenpunkten mittelalterlicher Goldschmiedekunst. Heute erreichten wir vor unserem Schiff die Anlegestelle in Nussdorf.
Am Nachmittag sind wir mit der Straßenbahn nach Wien gefahren, um einen ersten Eindruck von der östereichischen Metropole zu erlangen. Und der war einfach überwältigend.

6.Tag: Donnerstag, heute stand Wien auf dem Programm. Entgegen dem ursprünglichen Plan sind wir nicht mit dem Rad in die City gefahren, sondern haben wieder die Tram genommen. Mit Tram, U-Bahn und zu Fuß haben wir die Sehenswürdigkeiten Wiens erkundet: Stephandom,

Burgtheater, Rathaus, Parlament, Staatsoper, Schloß Belvedere, Votivkirche und und und. Nachmittags blieb noch genügend Zeit für einen Braunen in einem Wiener Cafe`. Am Abend besuchten wir noch ein Walzer- und Operettenkonzert im Burgtheater. Ein schöner Abschluss bildete die anschließende Lichterfahrt mit dem Bus über die Ringstraße auf dem Rückweg zum Schiff. Ein anstrengender, aber erlebnisreicher Tag ging zu Ende.  Das Schiff legt gegen 22:00 Uhr ab und fährt stromaufwärts Richtung Weißenkirchen.

7.Tag: Freitag, Weißenkirchen -Rossatz -Emmersdorf/Melk, Pochlarn; Radtour ca. 42 km; es regnet in Strömen. An Radfahren ist nicht zu denken. Aber kurz vor Weißenkirchen hat der Wettergott ein Einsehen und es wird trocken.

Wachau

Wachau

Kurz entschlossen, lassen wir die Räder schnell von Board bringen. Die Radtour durch die Wachau musste sein, hatten wir diese Bilderbuchlandschaft bei der Hinfahrt schon von Board bewundert. Ein herrlicher Radweg führt uns durch schöne Weinberge und Marillen-Plantagen bis nach Pochlarn. Hier legt das Schiff gegen 16:00 Uhr ab. Wir genießen den letzten Abend an Board beim Kapitäns Dinner und einem Glas Wein.

8.Tag: Gegen 09.00 Uhr erreichen wir die Anlegestelle in Passau-Lindau. Mit dem Taxi geht es gleich zum Bahnhof. Und entspannt erreichen wir wieder unsere Heimat.

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