Reisebericht Cornwall 2015

Zu Gast bei Rosamunde Pilcher

Von London bis Cornwall durch das zauberhafte Südengland

Cornwall

Cornwall

1. Tag: Abflug um 10:55 Uhr mit BA 903 von Frankfurt nach London Heathrow. Hier nahmen wir den Clarks-Bus zu unserem Hotel „Holiday Inn“.

CIMG8264 (FILEminimizer)Ganz in der Nähe entdeckten wir den 1.Pub auf unserer Reise, ein herrlicher Ort, mit traumhaft schönen Blumen im Biergarten. Hier schmeckte das Pint Guiness besonders lecker.

2. Tag: Schon um 08:00 Uhr warteten Paul [Pouhl] , unser Busfahrer und Daniela, unsere Reiseleiterin,  auf unsere Reisegruppe. Heute stand die Besichtigungstour der Weltstadt London und Windsor Castle auf dem Programm. Zum Glück ist Sonntag und wir kommen ohne Stau bis ins Herz der Metropole. Unser 1. Stopp war an der Royal Albert Hall. Weiter geht es am Big Ben und Houses of Parliament, Westminster Abbey, die Krönungskirche der britischen Monarchen

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Buckingham Palace

und Buckingham Palace vorbei. Wir umkreisen Piccadilly Circus, fahren durch das noble Kensington und machen Halt in Covent Garden.
Ein besonderes Highlight war die Bootstour vom Westminster Pier aus,  vorbei am Riesenrad „London Eye“ zur Tate Modern Callery, weiter mit Blick auf die St. Paul`s Cathedral unter der Millenium Bridge hindurch zum Shakespeare Globe Theatre, The Gherkin und bis zum Ausstieg an der Tower Bridge.

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Tower Bridge

Am mächtigen London Tower, dem Hort der Kronjuwelen, hatten wir Zeit für einen ausgiebigen Fotostopp. Wir erkundeten St Katherine`s Docks. Eine wunderschöne Bebauung an einem Kanalsystem. Ein Wehr verhindert das Abfliesen des Wassers bei Tidenhub der Themse.

Auffallend viele fernöstliche Touristen blockierten mit den obligatorischen Selfies den freien Blick zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Andere liefen unbekümmert vor die Linse. Ich glaube Tokio war an diesem Sonntag fast menschenleer.

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Windsor Castle

Am Nachmittag fuhren wir weiter nach Windsor und besichtigten dort das Königliche Schloss „Windsor Castle“. Die Eingangskontrolle war vergleichbar mit der am Airport Heathrow. Windsor Castle ist das größte und älteste durchgängig bewohnte Schloss der Welt.Das Schloss befindet sich mit dem gesamten Windsor-Anwesen im Besitz der Krone und wird durch den königlichen Haushalt verwaltet. Mit unserem Eintrittsgeld in Höhe von 17 £ haben wir zur Konsolidierung des Königlichen Haushaltes beigetragen.
Zusammen mit dem Buckingham Palace und dem Holyrood Palace in Edinburgh ist es eine der offiziellen Hauptresidenzen des britischen Monarchen.
Anlässlich ihres 80. Geburtstags verlegte die Königin ihren ständigen Wohnsitz nach Windsor Castle und hält sich seither nur noch drei Tage pro Woche (gewöhnlich Dienstag bis Donnerstag) zu Arbeitszwecken im Londoner Buckingham Palace auf. Ihre Anwesenheit erkennt man an der königlichen Wappenstandarte auf dem Round Tower, während in ihrer Abwesenheit dort der Union Jack weht. Heute ist sie zu einem Staatsbesuch nach Berlin gereist. Nach einem Rundgang durch Windsor fuhren wir mit Paul zurück zum Holyday Inn.

3.Tag: Die Koffer sind gepackt. Wir verlassen London und fahren südwestlich nach Salisbury. Jetzt haben wir Englisches Wetter. Bei der Besichtigung der Kathedrale stört uns das aber wenig. Unser nächster Stopp ist Stonehenge. Der Regen hat aufgehört, die Sonne lacht wieder. Stonehenge ist ein in der Jungsteinzeit errichtetes und mindestens bis in die Bronzezeit genutztes Bauwerk in der Nähe von Amesbury in Wiltshire, etwa 13 Kilometer nördlich von Salisbury. Es besteht aus einer Grabenanlage, die von einer aus mehreren konzentrischen Steinkreisen gebildeten Megalithstruktur umgeben ist. Die beiden auffälligsten Steinkreise sind der äußere Kreis aus von Decksteinen überbrückten Pfeilersteinen, sowie die innere hufeisenförmige Struktur aus ursprünglich fünf

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Stonehenge

Trilithen (je zwei Tragsteine, die von einem Deckstein überbrückt werden). Dazwischen befinden sich weitere Strukturen aus kleineren Steinen sowie Löchern im Boden. Weitere Megalithe sowie zwei Hügelgräber finden sich in unmittelbarer Nähe.
Die gesamte Anlage ist jedoch vermutlich deutlich älter als bisher angenommen. Demnach stand die Megalithstruktur bereits um 3000 v. Chr.
Die UNESCO erklärte die Stonehenge, Avebury and Associated Sites, zu denen Stonehenge gehört, im Jahr 1986 zum Weltkulturerbe. Bei unserem Besuch sahen wir etliche Druiden, die sich zur Sonnwendfeier an diesem kultischen Ort getroffen haben.
Die Druiden waren eine Art kultischer und geistiger Elite in der keltischen Gesellschaft und Mythologie. Unter Neuzeitlichen Druiden (auch „Moderne Druiden“) versteht man Gruppen und Personen, die sich auf unterschiedliche Art und Weise auf die historischen Druiden und Druidinnen der Kelten beziehen.
Jetzt geht die Reise weiter bis wir am Abend in Torquay in unserem Hotel THL Carlton ankamen. Torquay ist eine Stadt an der Südküste,  in der Grafschaft Devon an der „Englischen Riviera“ gelegen. Hier wurde die Schriftstellerin Agatha Christi geboren.

4. Tag: Heute bringt uns der Bus endlich nach Cornwall. Wir besichtigen die Seefestung St. Michael`s Mount. St. Michael’s Mount ist eine Gezeiteninsel vor dem Ort Marazion. Sie ist entweder mit einer Fähre oder, bei Niedrigwasser, über einen schmalen Damm von Marazion aus,  zu erreichen. Wir setzen mit den Tenderbooten hinüber.
Die Sehenswürdigkeit ähnelt dem Mont Saint-Michel im Norden Frankreichs, ist allerdings weniger bekannt.

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St Michael`s Mount

Die Kapelle auf dem Berg wurde im 15. Jahrhundert errichtet und befindet sich wie auch das Schloss unter privater Leitung, kann aber besichtigt werden. Die Adelsfamilie Baron St. Levan, die von den St. Aubyns abstammt, hat den Besitz 1954 dem National Trust vermacht. Nachkommen der Familie leben noch heute auf der Insel.
Auf der Insel bzw. dem Berg befinden sich neben einem subtropischen Garten noch einige weitere Häuser und Anlagen vor allem religiösen Charakters und bieten für uns herrliche Fotomotive.
Am Nachmittag steht die Besichtigung des Adelsitzes Lanhydrock House auf dem Programm. wir waren begeistert von der prächtigen Gartenanlage. Anschließend schlenderten wir durch die Gemächer des alt ehrwürdigen Landsitzes und konnten uns einen Eindruck verschaffen wie man hier zur Jahrhundertwende gelebt hat. Der Herrensitz ist ein einzigartiges Gebäude, fast wie ein Museum. Deaher war Lanhydrock 1996 der Hauptdrehort für den Film Twelfth Night, or What You Will. Regie führte Trevor Nunn, Hauptdarstellerin war Helena Bonham Carter als Olivia. Weiterhin dienten Haus und Garten als Drehort für die Rosamunde-Pilcher-Verfilmungen Klippen der Liebe (1999) und Im Zweifel für die Liebe (2009).

5.Tag: Um 08:15 Uhr geht unsere Entdeckertour durch Cornwall weiter. Nach 3 stündiger Busfahrt erreichen wir das Minack Theatre.Es ist ein einzigartiges Freilichttheater an der Südküste Cornwalls, das in einen Felsenabhang direkt an der See in der Nähe des Ortes Porthcurno gebaut worden ist. Es ist nur wenige Kilometer von Land’s End entfernt. In der kornischen Sprache ist meynek die Bezeichnung für einen felsigen Ort.
Und genau so, muss man sich Minack Theatre vorstellen.

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Minack Theatre

Das Theater war Idee und Lebenswerk von Rowena Cade, die das Gelände in den 1920er Jahren für 100 Pfund gekauft hatte und dort in einem selbst gebauten Haus wohnte. Rowena Cade verstarb am 26. März 1983 im Alter von 89 Jahren. Sie hinterließ umfangreiche Pläne für einen weiteren Ausbau, die teilweise bis heute nicht verwirklicht sind.
Zurzeit werden jährlich zwischen Juni und September 16 Stücke aufgeführt. Ensembles kommen aus Großbritannien und den USA.
Gespielt wird teilweise auch abends und zur Not auch bei schlechtem Wetter. Zuschauer kommen dann mit Thermoskannen, Regencapes werden vom Theater gestellt. Auch hier finden wir prächtige Hangbepflanzungen vor, die dem Theater eine besondere Note verleihen.

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Minack Theatre

Und für uns Motive, Motive und nochmals Motive. Für mich ein absolutes Highligt unserer Reise.
Ganz anders Land`s End. Auf diesen Abstecher kann man gerne verzichten! Ein touristisch ausgebauter Themenpark, den kein Mensch braucht. Hier muss wahrscheinlich jeder Touri gewesen sein, weil dies der westlichste Teil von England ist. Bei klarem Wetter können wir von der etwa 60 Meter hohen Klippe die 45 km westlich gelegenen Scilly-Inseln sehen. Weiterhin sichtbar ist der etwa zwei Kilometer südlich gelegene Longship Leuchtturm, der auf einer vorgelagerten, aus Quarzit und Serpentinit bestehenden Insel gelegen ist. Trotz allem schöne Bilder.
Danach geht es zu dem Pilcher Städtchen St.Ives. Was hier in der Feriensaison los ist, können wir heute nur ahnen. Vorsicht vor den Möven. Kein Eis oder Pasty sind vor ihnen sicher. Auffallend viele Galerien. Hier leben und lebten viele namhafte Künstler. Im Sommer ist St.Ives autofrei. Kein Wunder!

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St Ives

In St Ives spielen auch einige Romane wie zum Beispiel „Die Muschelsucher“ der auch in Deutschland populären Schriftstellerin Rosamunde Pilcher, deren Geburtsort Lelant nicht weit entfernt ist. St Ives heißt in ihren Büchern „Porthkerris“ und diente oft als Kulisse für die in Deutschland ebenfalls bekannten Romanverfilmungen.
Hätte der Reiseveranstalter Trendtours ein Hotel in zentraler Lage von Cornwall gewählt, bliebe uns die fast 3 stündige Rückfahrt erspart. Und morgen fahren wir die gleiche Strecke teilweise zum 3.Mal.

6.Tag: Pünktlich um 08:15 Uhr brechen wir wieder auf nach Tintagel, eine Ortschaft an einem zerklüfteten Küstenabschnitt der Grafschaft Cornwall. Bekannt wurde der Ort durch die in der Nähe am Meer liegende Burgruine Tintagel Castle, die der Chronist Geoffrey of Monmouth 1136 in seiner Historia Regum Britanniae zu König Artus‘ Residenz erklärt hat. Seitdem dreht sich in diesem Ort alles um König Arthur.

Tintagel

Tintagel

Der Ort selbst präsentiert sich heute als eine Ansammlung von Bungalows und Gasthäusern. Er gehört zu den am häufigsten von Touristen besuchten Zielen in England. Viele der alten Häuser wurden bereits Anfang des 20. Jahrhunderts abgerissen, um den Anforderungen des Tourismus gerecht zu werden. Erhalten blieb aus früheren Zeiten nur das Alte Postamt, ein kleines, pittoreskes Herrenhaus aus dem 14. Jahrhundert mit gewelltem Schieferdach. Der National Trust hat das Gebäude restauriert und einen der Räume entsprechend seiner ehemaligen Bestimmung wieder als viktorianische Dorfpost eingerichtet.

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Hotel Camelot Castle

Eines der bekanntesten Bauwerke, welches dem Tourismus dient, ist das King Arthur’s Castle Hotel aus dem Jahre 1899, das heute unter dem Namen Camelot Castle Hotel geführt wird. Hier machen wir ein Break und genießen im Hotel unseren 1. Cream Tee. Das war neu für uns. Cream tea (Englisch wörtlich „Sahnetee“, im Sinne von „Imbiss mit Sahne“),
Zum Tee werden gesüsste Brötchen mit Clotted cream, (geschlagene Butter) und mit Erdbeerkonfitüre bestrichen. Schmeckt nicht schlecht!
Die Namen Devon cream tea bzw. Cornish cream tea beziehen sich auf die südwestenglischen Grafschaften Devon und Cornwall, beides Zentren der Milchwirtschaft und die Heimat der Molkereispezialität Clotted cream. Nach Devonshire Art werden die warmen Scones halbiert und zuerst mit Clotted cream und dann mit Erdbeerkonfitüre bestrichen, in Cornwall werden die warmen Scones oder traditionellerweise „Cornish split“ genannte leicht süßen Brötchen, zuerst mit Erdbeerkonfitüre und dann mit Clotted cream bestrichen.

Frisch gestärkt geht die Fahrt weiter nach Clovelly Village. Ein Ort, den man gesehen haben muss. Steil am Berg, ohne Autoverkehr, Waren werden mit den Transportschlitten befördert.

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Hafen Clovelly

Fotomotive ohne Ende.Ein 800 Meter langer Weg mit Kopfsteinpflaster und einigen Stufen führt nach unten zum Hafen, wo man eine Kaimauer aus dem 14. Jahrhundert findet.Früher konnten die Touristen mit Eseln diese steile, steinige Passage überwinden, heute kann man mit Jeeps durch eine Umfahrung zum Hafen gelangen.

7. Tag: Nach dem Frühstück heißt es Abschied zu nehmen von Torquay. Es geht wieder zurück gen London. Unterwegs halten wir in der eleganten Bäderstadt Bath. Bath ist eine Stadt im Westen Englands in der Grafschaft Somerset am Fluss Avon, etwa 20 km von Bristol entfernt. Sie ist berühmt für ihre römischen Bäder, die ab dem Jahr 43 n. Chr. von den damals hier lebenden Römern aus warmen Quellen entwickelt wurden. Daher gibt es noch viele historische Gebäude, insbesondere aus der georgianischen Epoche, in der Stadt. Der stadtbildprägende Werkstein ist der in der Nachbarschaft abgebaute Bath Stone.
Die Ausgrabungen des hervorragend erhaltenen römischen Bades sind eine der Hauptattraktionen für Touristen.
Nach einer weiteren Stunde Busfahrt erreichen wir die letzte Station unserer Reise, die Universitätsstadt Oxford. Die Stadt bietet einige Sehenswürdigkeiten, wovon viele in Zusammenhang mit der Universität stehen, Church of

St. Mary the Virgin

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St Mary the Virgin

Diese Kirche wurde auf der Stelle der früheren St. Mary’s Church gebaut, einzig der Turm wurde nicht zerstört, und konnte in den Neubau integriert werden. Sie wird auch University Church genannt, da die Universität wurde um sie herum gebaut wurde. Im Mittelalter hatten die Studenten, die mit ihren Lehrern in den Häusern wohnten, wo sie auch unterrichtet wurden, keine weiteren Schulgebäude, so dass sie die Kirche als ihr Zentrum wählten.
In der Kirche wurden normale Gottesdienste gehalten, sie war der Sitz der Universitätsleitung und in ihren Hallen wurden die akademischen Titel verliehen.

Radcliffe Camera

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Die Radcliffe Camera wurde im 18. Jahrhundert erbaut, war ursprünglich eine Bibliothek und wird heute noch als Lesesaal genutzt. Den Namen erhielt das Gebäude zu Ehren seines Stifters, Dr. John Radcliffe, dem Leibarzt von Königin Anne. Anfang der 1930er Jahre wurde die Bibliothek der Universität überlassen, sie ist Teil der Bodleian Library, der Hauptbibliothek der Universität Oxford
Leider dürfen nur Studenten der Universität Oxford das Gebäude betreten.Das Gebäude ist so markant und außergewöhnlich, dass sich auch ein Besuch für einen Blick nur auf die Außenfassade lohnt.
Bridge of Sighs
Die Seufzer-Brücke ist der gleichnamigen Brücke in Venedig nachgebildet. Sie wurde im Jahre 1913 erbaut und ist das am meisten fotografierte Motiv in ganz Oxford. Sie führt nicht über einen Fluss, sondern über die New College Lane und besteht aus einem eindrucksvollen Steinbogen.

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Seufzer Brücke a`la Oxford

Nachdem wir die wichtigsten Gebäude der Stadt digitalisiert auf der Speicherkarte hatten, kam ein Regenschauer herunter, mit dem niemand mehr gereczhnet hatte. Aber so ist das typisch englische Wetter. Nach einer kurzen Busfahrt errechten wir das Hotel Holiday Inn in Simpson.

8.Tag: Nach einem ausgiebigen Frühstück ohne Zeitdruck hatten wir noch Zeit für einen kleinen Spaziergang. Mit etwas Verspätung flogen wir gegen 16:40 Uhr wieder zurück nach Frankfurt.

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